Konditorausbildung Wochen 1 & 2

Von Gebäckfehlern und Backpapierstanitzeln

So...nun ist es also so weit - der Konditorkurs steht in den Startlöchern und ich bin unglaublich neugierig und voller Vorfreude auf meine Kurskolleginnen und meine Trainerin Daniela Summer vom Tortenatelier in Graz.

 

Natürlich finde ich mich am ersten Kurstag - vor lauter Angst zu spät zu kommen *höhö* - schon gute 15 Minuten vor Beginn am Wifi ein. Als ich den Seminarraum betrete fällt mir sofort unser Lehrbuch ins Auge, das bereits auf den Plätzen bereit liegt und darauf wartet, gelehrt und gelernt zu werden. Die Theorieeinheiten des Kurses "Konditor auf dem zweiten Bildungsweg richtet sich nach dem Lehrbuch der Konditorei aus dem Trauner Verlag

 

Wir starten mit einer kurzen Vorstellungsrunde. Wahnsinnig interessant zu erfahren, wer so gemeinsam mit einem im Kurs sitzt, die gleiche Leidenschaft fürs Backen teilt und was die Beweggründe der einzelnen Teilnehmerinnen sind, diesen Kurs zu besuchen. Allesamt sehr sympatisch und ich bin mir sicher, dass wir allesamt eine tolle Zeit miteinander haben werden!

 

Nach einigen organisatorischen Dingen, wie zum Beispiel Stundenplan und Materialliste (*juhu* nun habe ich also eine offizielle Rechtfertigung dafür, noch mehr Backutensilien einzukaufen! :D) kommen wir auch zu den Prüfungsmodalitäten, wo ich erstmal schlucken muss. Die Prüfung dauert einen Tag lang und besteht aus einem Praxis- und Theorieteil. Zur praktischen Prüfung müssen abgeliefert werden: Eine perfekt glasierte Sachertorte mit Randverzierung, Marzipan-Rosenbouquet, eine Aufschnitttorte mit zwei verschiedenen Füllcremen, Linzer Spritzgebäck und Plunderteigtaschen...Und das soll ich alles an nur sieben Wochenenden lernen...? ;) "Keine Angst, wir haben so viel Praxiseinheiten in dem Kurs, da nehmen wir das alles durch!", so Daniela. 

 

Rohstoffkunde

 

Wir starten die Theorieeinheiten mit den einzelnen Rohstoffen, die in der Konditorei benötigt werden - von der Zuckerherstellung bis zu Mehl und Fetten. Besonderes Augenmerk wird auf sogenannte "Gebäckfehler" gelegt. Wir müssen also Querverbindungen von den Eigenschaften der Rohstoffe auf Fehler, die im Rezept oder während des Backens passieren, herstellen. Und alleine an diesem ersten Tag kann ich schon unglaublich viel Wissen mitnehmen, so wusste ich zum Beispiel nicht, dass, wenn ein Gebäck breit läuft, es daran liegen kann, dass zu viel Zucker hinzugefügt wurde. Ein speckiger Teig kann darauf zurückzuführen sein, dass der Backofen geöffnet wurde, bevor die Verkleisterung von Eiweiß und Zucker mit dem Mehl stattgefunden hat. 

 

Gedanklich gehe ich also schon meine diversen Missgeschicke durch, die ich im Laufe der Zeit aus meinem Ofen geholt habe und versuche anhand des neu Erlernten Erklärung für zu trockenen Biskuit, zu breite Macarons, etc. zu finden. 

 

Am zweiten Tag üben wir uns das erste Mal im sogenannten Fachzeichnen. Darunter sind Verzierungen mit zum Beispiel Eiweißspritzglasur mit einem feinen Backpapierstanitzel auf Torten, etc. zu verstehen. Gar nicht einfach, sag ich euch! ;) 

 

Unsere Hausübung besteht übrigens darin, eine Dobostorte sowie eine Esterhazytorte zu backen und möglichst viele Folgen von "Das große Backen" zu schauen! Könnte also schlimmer sein! :D 

 

Ich bin also schon während der ersten zwei Tage voll in meinem Element und kann es kaum erwarten, übernächste Woche endlich loszubacken! 

 

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